Bürgersolaranlagen: Ein beispielhaftes Projekt für Bürgernähe und kommunaler Zusammenarbeit
 
Die Idee
Angefangen hat das alles im Mai 2004 mit den grundsätzlichen Überlegungen im Gemeinderat der Gemeinde Feldkirchen-Westerham auf dem Dach der Maschinenhalle des gemeindlichen Klärwerks eine Photovoltaikanlage zu installieren - und es sollte ein Projekt der Bürgerinnen und Bürger werden. Jeder sollte die Chance erhalten mit zu dem angestrebten Ziel von 20% der Deckung des Energiebedarfs durch regenerative Energien auf wirtschaftlicher Basis beizutragen. Der damalige 2. Bürgermeister Franz Bergmüller und Gemeinderat Heinz Oesterle – beide auch heute noch ehrenamtliche Geschäftsführer der SOLARSTROM Feldkirchen-Westerham & Weyarn GbR – ergriffen die Initiative und gründeten am 13. Dezember 2004 gemeinsam mit 40 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Feldkirchen-Westerham und Weyarn die SOLARSTROM Feldkirchen-Westerham & Weyarn GbR. Basis zur Gründung war der grundsätzliche Beschluss des Gemeinderats (abgesichert durch entsprechende Gestattungsverträge) gemeindeeigene Dächer unter der Maßgabe eines für alle Bürger offenen Projektes kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde Weyarn, Mitnutzer der Kläranlage, fasste kurz darauf ebenfalls einen entsprechenden Beschluss.
 
Die Umsetzung
Die Auflage „Bürgerprojekt“ wurde u.a. durch die Festlegung im Gesellschaftervertrag gewährleistet, dass kein Anteilseigner pro Projekt mehr als 5 Anteile à 1000€ zeichnen darf. Über 140 Bürgerinnen und Bürger - überwiegend aus den beiden Gemeinden - haben dazu beigetragen, dass alle bisherigen Projekte gänzlich mit Eigenmitteln realisiert werden konnten. Und nur auf dieser Basis sollen auch künftig weitere Projekte angegangen werden.